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alphornatelier.ch
an neuem Standort mit neuen Kursräumen

Seit über zwanzig Jahren stellt Fritz Frautschi in seinem Alphornatelier Mundstücke her und verkauft Alphörner von bester Schweizer Qualität, sowie Noten und Zubehör.

Nun ist er in die neuen Räumlichkeiten an die Waldmattenstr. 12 3778 Schönried umgezogen
– auch die nahezu drei Tonnen schwere CNC-Drehmaschine zur Herstellung der Qualitätsmundstücke.

In Fritz Frautschis Alphornatelier kann man alles beziehen, was das «Alphornherz » begehrt: Alphörner unterschiedlicher Hersteller, Mundstücke aus Fritz Frautschis Werkstatt, Notenmaterial und sogar Alphornstunden und Alphornkurse. Nähert man sich dem Gebäude, fallen die verwendeten Naturmaterialien, der grosszügige Umschwung und der Steinbrunnen auf. Im Parterre befinden sich die Praxis- und Kurs-räumlichkeiten für Kinesiologie, Terlusollogie®, Qigong und Taiji-Quan. In der Praxisgemeinschaft arbeiten Fritz Frautschi und seine Lebenspartnerin Katharina Imhof.

Grösste Auswahl an Alphornprodukten und Kursangeboten in der Schweiz

Das Alphornatelier befindet sich etwas versteckt im Untergeschoss. Ein grosszügiger Empfangsraum mit der Ausstellung der Alphörner, Mundstücke und das Alphorn-Notenarchiv bilden das Herzstück. Im
Nebenraum ist die Werkstätte für die Mundstückproduktion untergebracht. Ein multifunktionaler, freundlicher Raum dient zudem als Kurs- und Übungsraum. Fritz hat ursprünglich Maschinenmechaniker
(heute Polymechaniker) gelernt und auf dem zweiten Bildungsweg lies er sich zum Musiklehrer ausbilden.

Damit bringt er beste Voraussetzungen mit, um Mundstücke herzustellen, sowie AlphornbläserInnen auszubilden und Alphornkurse zu geben. Somit gibt der passionierte Musiker schon seit langem Cornet- und Alphornunterricht.
In den letzten Jahren absolvierte er zudem die Kinesiologie- und Terlusollogieausbildung. Heute unterrichtet er – neben weiteren Tätigkeiten als Komplementärtherapeut, sowie Kursorganisator und Leiter – etwa 25 Stellenprozente als Musiklehrer für Alphorn an der Musikschule Saanenland-Obersimmental.

Zudem gibt er diverse Wochen- und Wochenendkurse für Alphornbläser. Dabei handelt es sich zurzeit
vor allem um Erwachsene. «Im Moment lernen sehr viele Erwachsene Alphorn – zum Teil im Einzelunterricht und zum Teil in Formationen. Und endlich habe ich passende Räumlichkeiten dazu», freut er sich.

Seine Erfahrungen als Musiker und Maschinenmechaniker vereint er zudem in der Produktion von Alphornmundstücken. Dieses Standbein hat er sich in den letzten 25 Jahren aufgebaut.
Heute verschickt er ein paar hundert Mundstücke pro Jahr praktisch in die ganze Welt.

Für die Mundstückproduktion verwendet Fritz Frautschi eine computergesteuerte Drehbank (CNC). «Das Zügeln der nahezu drei Tonnen schweren Maschine in das Untergeschoss des neuen Gebäudes war eine Herausforderung.»

Die Verarbeitung der Mundstücke aus Edelholz (Rosen-, Oliven-, Eben- und Mehlbeerbaumholz) findet in vielen kleinen, aufwendigen Arbeitsschritten statt. Und dabei hat die Genauigkeit oberste Priorität, denn «der Alphornbläser spürt jeden Zehntelmillimeter», betont Frautschi. Dabei spielt der Innendurchmesser des Mundstücks sowie die Kesselform eine grosse Rolle. Dieser beträgt zwischen 17 und 24 Millimeter. Je nachdem, was für ein Zweitinstrument der Alphornbläser spielt, sei es einfacher, auf einem kleineren oder grösseren Mundstück zu spielen. Der Cornetbläser zum Beispiel würde eher ein kleines und der Basstubaspieler eher ein grosses Mundstück wählen.


Doch mit der Grösse alleine ist es nicht getan: Je tiefer der Innenraum des Mundstücks (Kessel), desto schöner und voller klingt das Alphorn. Damit lassen sich tiefe Töne einfacher entlocken als hohe. In der Klangwelt spielt zudem die Kessel-Form eine Rolle.

«Aber das alles zu erklären, ginge wohl zu weit», schmunzelt Frautschi im Gespräch mit dem «Anzeiger von Saanen». Stattdessen spannt er einen Rohling ins Drehfutter und startet die moderne CNC-Drehmaschine, welche innerhalb weniger Minuten ein perfektes 17,5 Millimeter Rosenholzmundstück herstellt, das Frautschi später noch schleifen, lackieren und polieren muss.

Alphornspielen ist seit den letzten zwanzig Jahren voll im Trend. Somit gibt es eine erhöhte Nachfrage nach den Holzinstrumenten und Mundstücken. «Manchmal haben renommierte Alphornhersteller eine Lieferfrist von bis zu zwei Jahren», weiss Fritz Frautschi.
Mit den neuen dreidimensionalen CNC-Maschinen komme indes eine gewisse Konkurrenz auf. «Schlaue» Unternehmer würden die hochwertigen Originale vermessen und von der CNC-Maschine nachbilden lassen.

Fritz Frautschi selber stellt zwar keine Alphörner her, aber er hat jeweils Alphörner verschiedener Produzenten, jedoch ausschliesslich aus der Schweiz auf Lager, welche getestet und sofort gekauft werden können.
Original – nicht «gefälscht» oder billig aus dem Ausland importiert….



BLANCA BURRI (Anzeiger von Saanen)


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