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Bericht zu den 23. Schönrieder Alphorntage 2017

Alle Jahre wieder lädt Fritz Frautschi die Alphornbläser nach Schönried zu den Alphorntagen ein, und das nun schon zum 23. Mal!
Aus vielen Ländern waren die Bläser in diesen Jahren schon gekommen, um unter Anleitung von professionellen Lehrern eine Woche lang sich weiterzubilden, neues zu Lernen und die Kameradschaft zu geniessen. Das Treffen findet seit 2 Jahren in den neuen Räumen an der Waldmattenstraße in Schönried statt. Dort fanden wir optimale Bedingungen zum Spielen, bei schönem Wetter aber auch wenn es ausnahmsweise einmal regnete.

Aber nicht nur das Spielen mit dem Alphorn war Inhalt der Alphorntage sondern auch ausreichend Theoriethemen. So begann der Tag jeden Morgen mit Themen wie der richtigen Atemtechnik nach Atemtypen und Einführung in die Kinesiologie und Terlusollogie. Hoch interessant waren die Filme mit Sarah Willis im MRT, bei dem die wichtige Funktion der Zunge gezeigt wurde und der Film von Hans-Jürg Sommer über die Ursprünge des Alphornblasen.

Das Treffen selbst begann am Samstag im hauseigenen Restaurant „Bärgsonne“ mit einem Apéro, der vom Dorfverein Schönried gespendet wurde. Danach ging es zum gemeinsamen Spiel auf die idyllischen Plätze im Wäldli. Da das Wetter sehr stabil schien, lud uns Fritz nach dem nachmittäglichen Blasen zum traditionellen Grillieren auf den von der Gemeinde eingerichteten Grillplatz ein. Dabei sind auch die traumhaften Solodarbietungen von Bill Hopson aus Kanada jahrelange Tradition.

Im Verlauf der Woche folgten die Übungseinheiten im idyllischen „Wäldli“. Dort setzten wir das theoretisch gelernte spielerisch in die Praxis um. Dabei berücksichtigten wir den metrischen Impuls zusammen mit den rhythmischen Tonlängen, den Notennamen sowie Tonhöhen zusammen mit zählen, klopfen und singen. Auf diese Art bekamen wir einfachen Zugang zu anspruchsvollen Melodien verschiedener Stilrichtungen.

Am Donnerstag dann der traditionelle, gemeinsame Ausflug, dieses Jahr zum Lauenensee. Vor und nach der Mittagspause standen Übungseinheiten in dieser wunderschönen Landschaft auf dem Programm. Viele Besucher lauschten erfreut den mittlerweile schon schönen Alphornklängen; ein unerwartetes kostenloses Konzert für die Touristen.
Am Abend dann das erste Konzert in Gsteig, am wohl schönsten Konzertplatz unseres Treffens. Die Alphornspieler stehen während des Konzertes auf einem kleinen Hügel vor der Dorfkirche mit Blick auf die gegenüberliegende Talseite mit ihren sattgrünen, von der Abendsonne angestrahlten Almweiden. Während des Konzerts können wir dann sehen, wie die letzten Sonnenstrahlen den Fels hochwandern bis dann am Ende nur noch der Gipfel angestrahlt ist.
Das Konzert wurde bereichert mit den Soloeinlagen der beiden Lehrer Fritz Frautschi und Bill Hopson. Die „Riedhubel Jodlerinnen“ begeisterten mit ihren volkstümlichen Melodien. Der anschliessende Apéro des Restaurants „zum Bären“ ließ einen schönen Tag ausklingen.

Ebenfalls traditionell findet am Freitag das gleiche Konzert in Schönried auf dem Schulhausplatz statt. Dieses Mal ergänzte das Trio „Schwizerörgeli Chueli Musig“ gekonnt das Programm.
Der Ausklang fand im gemütlichen Restaurant Bärgsonne statt. Für den großen Ausklang der Alphorntage sorgten dann die Promenadenkonzerte in Gstaad. Wieder waren harmonische und lehrreiche Alphorntage zu Ende gegangen Als Fazit der Alphorntage möchte ich nach meiner 13. Teilnahme sagen: In Schönried war es wieder schön und es stellt sich die Frage: kann es noch schöner sein in Schönried?

Dr. Ingo H. Dorn aus Deutschland

Dieser Film zeigt der Einfluss der Zungenstellung beim Spielen des Alphorns, sowie bei den Blechblasinstrumenten.

Hier geht´s zum Film


Aufnahmen von MRI Biomedical Magnetic Resonance
Diese Aufnahme mit der sogenannten Röhre wurde 2015 am Max Planck Institut in Göttingen (Deutschland) mit der Hornistin Sarah Willis erstellt.
Sarah Willis ist eine renommierte Hornistin. Sie wuchs in Tokio, Boston und Moskau auf und studierte zuerst an der Guildhall Schule für Musik, Oper und Theater in London. Diese Schule ist eine der Weltweit führenden für diese Fächer. Anschliessend studierte sie beim Hornisten Fergus Mc William in Berlin.
Sie wurde als erste Frau in dieser Position bei den Berliner Philharmonikern aufgenommen, unter der Leitung von Sir Simon Rattle.


Was heisst das für uns AlphornbläserInnen
Die Spieltechnik aus anatomischer Sicht gesehen ist für die Alphornbläser dieselbe, wie für Blechbläser. Da bei den Instrumenten mit Kesselmundstück (Alphorn + Blechblasinstrumenten) die Schwingungen zum Erzeugen des Tones mit den Lippen erfolgt läuft der Vorgang gleich ab.
Wie wir in diesem Film sehen, ist die jeweilige Position der Zunge enorm wichtig. Das heisst einfach gesagt, dass sich die Zunge für die hohen Töne nach oben bewegen muss und für die tiefen Töne nach unten. Doch leider ist es nicht so einfach, wie das im ersten Moment erscheinen mag. (Das wäre zu schön, um wahr zu seinJ)
Der Zungenmuskel ist zwar willentlich beeinflussbar, jedoch gilt dies nicht für das Erzeugen dieser hohen und tiefen Töne.
Das Erlernen geht am einfachsten und effektivsten mit Bindeübungen. Diese machen Sie am besten jeden Tag zum Einspielen. Wichtig ist, dass man behutsam vorgeht und die hohen Lagen nicht forciert.
Kommen Sie einfach einmal bei mir vorbei und ich führe Sie gern ein in die Welt des Ansatzes, der Blastechnik etc. (Bei Interesse bitte vorher einen Termin vereinbaren, damit ich dann auch anwesend bin.)


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