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Bericht zu den 24. Schönrieder Alphorntage 2018

Seit bald einem Vierteljahrhundert geschieht jeweils anfangs Juli etwas ganz Spezielles in dem wunderschönen „Schönried“ im Saanenland.

Das Bild von Schönried wird plötzlich bereichert durch „Weiblein und Männlein“ jeden Alters aus den verschiedensten Ländern, die mit Alphörnern immer wieder von ihrer Unterkunft zur Waldmattenstrasse, dem Schulungszentrum oder zu den verschiedenen Übungsplätzen eilen, um ja nichts zu verpassen, was Fritz Frautschi uns während einer Woche zu vermitteln und zu erzählen hat.
Bei dieser Gelegenheit möchte ich den Schönriederinnen und Schönriedern herzlich danken, dass sie uns während dieser Woche ihre Gastfreundschaft geschenkt haben.

Das verbesserte „Spielen“ des Alphorns ist ganz klar das erklärte Ziel und darauf freuen sich viele Alphorn-Bläserinnen und Bläser aus der ganzen Welt.
Natürlich werden Atemtechnik, Haltungstechnik, Funktion der Zunge etc. auch unterrichtet. Auch Themen wie Kinesiologie, Terlusollogie (siehe Webseite) werden gestreift, was die ganze Woche noch interessanter und vor allem abwechslungsreicher gestaltet.

Bill Hopson, ein Weltklasse Waldhornbläser des Symphonieorchesters aus Calgary (Canada) unterstützte Fritz wieder in vielen Belangen und seine Solodarbietungen mit dem Alphorn gehören ganz einfach in eine besondere Kategorie.

Das Wetter war dieses Jahr nicht mehr zu überbieten. Die ganze Woche schien die Sonne und das gemeinsame „Grillieren“, sowie der Ausflug auf’s Rellerli mit der Gondelbahn, wurden so jeweils zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Diese Mal bereicherte eine kleine Gruppe aus Holland die aus verschiedenen Kantonen hergereiste Schweizer Phalanx.
Wunderbar ist einmal mehr eine Kameradschaft untereinander herangewachsen, die allen Beteiligten spürbar Mühe bereitete als die Woche am Samstag, nach den Konzerten in Gsteig (Donnerstag), Schönried (Freitag) und schlussendlich in Gstaad zu Ende ging und man sich wieder trennen musste.

Es zeigt einmal mehr, dass Musik auf eine wunderbare Art verbindet und zusätzlich, oder gerade deshalb Freude bereitet.
Roland Erichsen und ich, die ja bereits mehrmals an diesen Wochen teilgenommen haben konnten mit Freude feststellen, dass die „Ausgabe 2018“ der Alphorntage, die „schönste“ und auch Alphorn spielerisch die „ausgeglichenste“ war die wir besucht haben.
Ich möchte, alle Alphornspielerinnen und Spieler die diesen Bericht lesen, motivieren im Juli 2019 (zum 25. Geburtstag dieser Alphorntage) daran teilzunehmen.
Die Alphorntage mit Fritz Frautschi werden für jede Teilnehmerin und jeden Teilnehmer eine Bereicherung sein.
Übrigens: Ich bin seit Jahren ein „Hata Yoga“ Fan und für mich ist „Alphorn spielen“ das Yoga der Schweiz!!

Hanspeter Blattmann

Dieser Film zeigt der Einfluss der Zungenstellung beim Spielen des Alphorns, sowie bei den Blechblasinstrumenten.

Hier geht´s zum Film


Aufnahmen von MRI Biomedical Magnetic Resonance
Diese Aufnahme mit der sogenannten Röhre wurde 2015 am Max Planck Institut in Göttingen (Deutschland) mit der Hornistin Sarah Willis erstellt.
Sarah Willis ist eine renommierte Hornistin. Sie wuchs in Tokio, Boston und Moskau auf und studierte zuerst an der Guildhall Schule für Musik, Oper und Theater in London. Diese Schule ist eine der Weltweit führenden für diese Fächer. Anschliessend studierte sie beim Hornisten Fergus Mc William in Berlin.
Sie wurde als erste Frau in dieser Position bei den Berliner Philharmonikern aufgenommen, unter der Leitung von Sir Simon Rattle.


Was heisst das für uns AlphornbläserInnen
Die Spieltechnik aus anatomischer Sicht gesehen ist für die Alphornbläser dieselbe, wie für Blechbläser. Da bei den Instrumenten mit Kesselmundstück (Alphorn + Blechblasinstrumenten) die Schwingungen zum Erzeugen des Tones mit den Lippen erfolgt läuft der Vorgang gleich ab.
Wie wir in diesem Film sehen, ist die jeweilige Position der Zunge enorm wichtig. Das heisst einfach gesagt, dass sich die Zunge für die hohen Töne nach oben bewegen muss und für die tiefen Töne nach unten. Doch leider ist es nicht so einfach, wie das im ersten Moment erscheinen mag. (Das wäre zu schön, um wahr zu seinJ)
Der Zungenmuskel ist zwar willentlich beeinflussbar, jedoch gilt dies nicht für das Erzeugen dieser hohen und tiefen Töne.
Das Erlernen geht am einfachsten und effektivsten mit Bindeübungen. Diese machen Sie am besten jeden Tag zum Einspielen. Wichtig ist, dass man behutsam vorgeht und die hohen Lagen nicht forciert.
Kommen Sie einfach einmal bei mir vorbei und ich führe Sie gern ein in die Welt des Ansatzes, der Blastechnik etc. (Bei Interesse bitte vorher einen Termin vereinbaren, damit ich dann auch anwesend bin.)


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